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Sonntag, 24. Juli 2011

Geldern: Bewährungsstrafen für Kupferdiebe

Die Reue zeigte Wirkung: Im Fall der sechs jungen Männer, die im Kreis Kleve massenweise Buntmetalle gestohlen hatten, zeigte die große Jugendkammer unter Vorsitz von Richter Christian Henckel vor allem eines: Milde.

Die Angeklagten aus dem Raum Wachtendonk waren nachts im gesamten Kreisgebiet unterwegs und hatten aus den so genannten Gießkämmen, mit denen die Gärtnereien die Felder bewässern, die Kupferrohre gestohlen (die RP berichtete). Die Beute verhökerten sie in Venlo bei einem Schrotthändler, der keine unangenehmen Fragen stellte.

Täter haben gestanden

Da die Täter weitgehend geständig waren, war der Prozess von kurzer Dauer. Einer der Täter kam mit einer Geldstrafe (90 Tagessätze) davon, vier weitere erhielten Freiheitsstrafen zwischen fünf Monaten und 15 Monaten, die allesamt zur Bewährung ausgesetzt wurden. Lediglich der mutmaßliche Kopf der Bande muss für seine Taten hinter Gitter. Sascha B. (25, Name geändert) wurde wegen schweren Diebstahls in acht Fällen sowie wegen zweier weiterer Versuche zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Geldern: Sechs Kupferdiebe auf der Anklagebank

Die sechs jungen Männer auf der Anklagebank, zwischen 21 und 30 Jahren alt, sehen nicht so aus, als würden sie regelmäßig den Wirtschaftsteil der Tageszeitung studieren, um sich über Preise von Buntmetallen auf dem Weltmarkt zu informieren.
 
Aber im Grunde handelten sie wie perfekte Marktteilnehmer – wenn da nicht das Strafgesetzbuch wäre. Jetzt muss die Jugendstrafkammer des Landgerichts Kleve unter dem Vorsitzenden Richter Christian Henckel darüber urteilen, wie kriminell der Unternehmungsgeist der sechs Männer war. Sie sind angeklagt, 2010 über Monate hinweg als Bande operiert und gewerbsmäßig in Straelen, Weeze und Goch in großem Maßstab Kupfer gestohlen zu haben.

Mit Vergangenheit brechen

Die Männer stammen aus dem Raum Wachtendonk. Sie blicken auf eine mehr oder minder erfolgreiche Schullaufbahn zurück, sie räumen unterschiedlich intensiven Drogenkonsum ein, sie haben sich mal mehr, mal weniger erfolgreich im Berufsleben versucht, und ihre Finanzlage ist mal mehr, mal minder verheerend. Mit ihrer kriminellen Vergangenheit möchten sie brechen, weshalb sie vor Gericht die meisten der ihnen vorgeworfenen Diebstähle gestehen.

Das Sextett hatte sich auf Gärtnereien spezialisiert. Die dort eingesetzten Geräte zur Bewässerung der Felder mit ihren weiten Auslegern bestehen zu großen Teilen aus Kupferrohren. 
In der Stille der Nacht klapperten die Angeklagten in wechselnder Besetzung die verlassenen Felder ab und montierten dort in aller Seelenruhe die ein bis zwei Meter langen Metallstücke ab. Was nicht in den Kofferraum passte, wurde passend gemacht. "Die haben wir in der Mitte durchgebrochen", gesteht einer.

Dienstag, 22. Februar 2011

Geldern: Gericht senkt Haftstraße für Schläger

Das Landgericht Kleve verurteilte einen 25-jährigen Wachtendonker gestern unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen. Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte erhielt er eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten.

In der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht revidierte der Vorsitzende Richter Ulrich Knickrehm damit ein im Juni 2010 ergangenes Urteil des Amtsgerichts Geldern. Dies hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten ausgesprochen. Nach Angaben des Landgerichts hatte das Amtsgericht die Strafe anders berechnet. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Quelle : rp-online.de