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Freitag, 11. Februar 2011

Geldern: "Cora" gegen die Tauben

Um der Taubenplage auf den städtischen Friedhöfen Herr zu werden, hat die Stadt Geldern einen Falkner um Hilfe gebeten. Für den Einsatz des Falken war eine Sondergenehmigung des Kreises erforderlich.

Hohe, heisere Schreie unterbrechen die Ruhe in dem weitläufigen Park. Sie kommen aus der Kehle eines knapp einjährigen Falken mit braunem Gefieder, der auf der Faust von Jung-Falkner Max Hartel sitzt. "Cora" heißt der Vogel, ist ein Harris Hawk und mit einem besonderen Auftrag nach Geldern gekommen. "Cora" soll helfen, der Taubenplage auf dem städtischen Friedhof Herr zu werden.

Folien als Schutz

Immer wieder kommt es im Rathaus zu Beschwerden über Ringeltauben – und auch über Wildkaninchen – auf den Friedhöfen. "Die Bürger zahlen Friedhofsgebühren und haben deshalb Anspruch auf vernünftige Rahmenbedingungen für die Grabpflege", sagt Johannes Dercks, Leiter der Grünflächen- und Friedhofsabteilung. Er zeigt Fotos von Grabsteinen, die durch Taubenkot verätzt sind. Manche Angehörigen decken laut Dercks die Gräber ihrer Verstorbenen mit Folien ab, um sie vor dem Dreck der Vögel zu schützen. "Auch Pflanzen gehen durch den Taubenkot ein", ergänzt Georg Kamps, Betriebsleiter der Stadtgärtnerei.

Quelle : rp-online.de


Geldern: Die Würde bewahren

Nicht auszuschließen, dass die Vorgehensweise der Verwaltung auf den städtischen Friedhöfen Kritik hervorruft. "Müssen die Tauben denn gejagt werden?", mögen manche fragen. Und dabei einen Standpunkt falsch verstandener Tierliebe einnehmen ähnlich denen, die mit dem in freier Wildbahn herrschenden Prinzip des Fressens und Gefressen-Werdens auf Kriegsfuß stehen.

Quelle : rp-online.de