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Sonntag, 17. Juli 2011

Gelderland Bäckerei Rhiem meldet Insolvenz an

Die Traditionsbäckerei Rhiem meldet heute Vormittag beim Amtsgericht Geldern Insolvenz an. Das erfuhr die Rheinische Post gestern von Theodor Rhiem und vom Unternehmensberater Michael Cherk.
 
Die 40 Mitarbeiter sind bereits vor wenigen Tagen über den Schritt informiert worden. "Ihre Reaktion ist bewundernswert, weil sie weiterhin pünktlich zum Dienst kommen und engagiert arbeiten", berichtet Inhaber und Geschäftsführer Theodor Rhiem. Dieses Vertrauen mache den heutigen Schritt etwas leichter.

Drei Monate Gehalt

Das sei auch wichtig, fügt Michael Cherk hinzu. Denn am kommenden Montag wird der Insolvenzverwalter seine Arbeit aufnehmen. Er muss dann prüfen wie und in welcher Form der Familienbetrieb eventuell fortgeführt werden kann. Die Gehälter der Mitarbeiter sind auf jeden Fall für die nächsten drei Monate gesichert.
Notwendige Investitionen, die nicht mehr verwirklicht werden können, nennt der Unternehmensberater als Grund für den Insolvenzantrag. Immer wieder hätten die Inhaber Geld in den Betrieb gesteckt. Doch dies sei nun nicht mehr möglich. Diesen so genannten Investitionsstau bestätigt auch Theodor Rhiem. Das reine Bachgeschäft und die Produktion von Tiefkühltorten seien nebeneinander nicht mehr zu realisieren. Jede einzelne Sparte könne jedoch ebenfalls nicht alleine überleben. So sahen sich er und seine Mitgeschäftsführerin Anita Leurs zu dem Schritt gezwungen, heute zum Amtsgericht Geldern zu gehen. Das mittelständische Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Nieukerk sowie zwei Filialen in Geldern und eine in St. Hubert.


Donnerstag, 10. März 2011

Geldern: Amtsgericht gibt 20-Jährigem letzte Chance

Zu einem Jahr und sechs Monaten Jugendarrest wurde ein 20-jähriger Straelener gestern vor dem Amtsgericht verurteilt. Er hatte im Oktober 2010 mit seinem jüngeren Bruder und einem Freund einen jungen Mann in Straelen angegriffen und mehrfach geschlagen. Erst sechs Wochen zuvor, im August des vergangenen Jahres, hatte der 20-Jährige zuletzt vor Gericht gestanden, ebenfalls wegen Körperverletzung. Damals bekam er eine Bewährungsstrafe – und damit die letzte Chance, wie Richterin Angelika Eichholz fand. Ein weiteres Mal war der junge Mann im November 2010 aufgefallen – damals griff er mit einem Freund einen Passanten in Geldern an und schlug so hart zu, dass das Opfer beim Sturz mit dem Hinterkopf auf dem Pflaster aufkam und sich verletzte.
 
Zeugen haben beide Taten bestätigt. Dem Gericht blieb nur festzustellen, ob der ebenfalls angeklagte 17-jährige Bruder des Straeleners an der ersten Tat beteiligt war. Das Opfer, das vor dem Lokal Zum Tömpke in Straelen geschlagen wurde, hatte bei der Polizei ausgesagt, auch der jüngere Bruder habe ihn angegriffen. Es wurde aber nicht bewiesen, dass der 17-Jährige zugeschlagen hat. Das Opfer erschien trotz Ladung nicht zur Verhandlung.

Samstag, 22. Januar 2011

Geldern : Jugendarrest als Warnschuss

Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es am Gelderner Amtsgericht Arresträume für straffällig gewordene Jugendliche. Diese werden dort für 48 Stunden in Gewahrsam genommen und sollen nachdenken.

An der Stelle, wo sich seit November 2009 das Arrestgebäude für Jugendliche am Amtsgericht in Geldern befindet, stand früher ein kleines Gefängnis. Nach jahrzehntelangem Leerstand wurde es abgerissen und stattdessen ein Gerichtsarchiv und die Arresträume für Jugendliche errichtet. Nach Gefängnis sehen jedoch auch die heutigen Arrestzimmer aus, schließlich sollen sie eine abschreckende Wirkung entfalten.

Quelle :  rp-online.de