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Dienstag, 9. August 2011

Geldern: Markt für Jugendliche verboten

Jugendliche dürfen sich ab sofort nicht mehr am Pavillon aufhalten. Die Stadt Geldern hat den Kleinen Markt zum "jugendgefährdenden Ort" deklariert. Damit reagiert sie auf Vorfälle, die Anlieger schon länger beklagen.


Sie tranken Hochprozentiges aus Limoflaschen und fielen Polizei und Ordnungsamt auf, weil sie lallten oder torkelten: In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter des Gelderner Ordnungsamtes am Pavillon auf dem Kleinen Markt mehrfach Kinder aufgegriffen, die betrunken waren. Wohlgemerkt Kinder: Menschen unter 14 Jahren, die sich in aller Öffentlichkeit zuschütten.

Nun zieht die Stadtverwaltung, die bisher immer abgestritten hatte, dass sich der Kleine Markt unter Augen der Bürger zum Brennpunkt entwickelt, die Reißleine: Ab sofort wird der Bereich am Marktpavillon als "jugendgefährdender Ort" nach Paragraph 8 des Jugendschutzgesetzes eingestuft. Hans Bollen, Leiter der Abteilung für Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten der Stadt Geldern, erklärt: "Daraus folgt, dass sich Jugendliche unter 18 Jahren dort nicht mehr aufhalten dürfen."

Donnerstag, 10. März 2011

Geldern: Pavillon: Stadt sucht Lösung

Jugendliche wehren sich gegen die Vorwürfe, dass es am Marktpavillon zu laut sei und dort mit Drogen gehandelt werde. Sie haben sich auf eigene Initiative hin mit Bürgermeister UIrich Janssen getroffen.
 
Für "seine Clique" würde Malik Kamran die Hände ins Feuer legen. Der 22-Jährige sitzt im Dienstzimmer von Bürgermeister Ulrich Janssen, um sich gegen die Vorwürfe zu wehren, die rund um den Marktpavillon kursieren (die RP berichtete).

"Ja", sagt er, "ab und zu wird es da bei den Feiern etwas lauter, gerade am Wochenende. Aber ganz sicher werden bei uns keine Drogen gedealt! Das stimmt nicht, und das würden wir auch nicht zulassen!" Janssen nickt zustimmend: "Wir haben keinerlei Erkenntnisse, dass es dort Drogenhandel gibt", unterstreicht der Bürgermeister.

Kontakt per Internet
Das betonen auch einige Kommentatoren bei RP Online, die sich unter dem Artikel über die Situation am Marktpavillon äußern. Das Internet hatten auch einige Jugendliche genutzt, um mit dem Bürgermeister in Kontakt zu treten.

Quelle und voller Bericht :  rp-online.de