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Samstag, 16. April 2011

Geldern: Grundwasser im Nierspark teils belastet

Das Grundwasser im geplanten Neubaugebiet "Nierspark" ist stellenweise chemisch belastet. Wie aus einer Stellungnahme des Kreises Kleve hervorgeht, zieht sich eine "LHKW-Fahne" durch das Gebiet.
 
Hinter der Abkürzung "LHKW" verbergen sich leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe. Diese sind Bestandteil vieler Stoffe wie etwa Lösungsmittel und Lacke. Gelangen diese in den Erdboden, kann das Grundwasser mit LHKW belastet werden.

"Das Grundwasser kann man sich ähnlich wie einen Fluss vorstellen", erklärt die Gelderner Umweltbeauftragte Gaby Vohwinkel-Levels. "Wenn es an einer Stelle zu einer Belastung kommt, dann wird diese über eine bestimmte Strecke weitergetragen." Die Ursache für die LHKW-Belastung liege demnach nicht im Neubaugebiet, sondern irgendwo außerhalb.

Wie Gaby Vohwinkel-Levels erklärt, sind solche Belastungen in der Umgebung größerer Siedlungen nicht ungewöhnlich. "Da, wo viele Menschen wohnen und wo auch Industrie ist, kann es immer wieder zu solchen Ergebnissen kommen", sagt die Umweltschutzbeauftragte. Viele Menschen würden sich zwar sauberes Grundwasser wünschen, "ein Anrecht darauf gibt es aber nicht", betont sie.
Als Konsequenz aus der nachgewiesenen Belastung folgert der Kreis Kleve: "Von einer Nutzung des Grundwassers zur Gartenbewässerung ist abzuraten." Das solle, erläutert Vohwinkel-Levels, vor allen Dingen verhindern, dass das belastete Wasser und damit die Chemikalie auf einer noch größeren Fläche verteilt wird.

Mittwoch, 2. März 2011

Geldern: Verkehrsplanung in der Zwickmühle

Es ist ein echtes Dilemma, in dem die Verkehrsplaner stecken. An der Situation, dass das Neubaugebiet am Nierspark und die Gelderner Innenstadt durch Bahnschienen getrennt sind, lässt sich nichts ändern. Wer morgens mit seinem Wagen von der B 9 aus in die Stadt will, weiß wohl aus eigener Erfahrung, wie schnell sich auch an den Bahnschranken am Harttor ein Rückstau bildet. Gleich wie die Verkehrsströme gelenkt werden: Daran, dass die Autos die Bahngleise passieren müssen, wird sich nichts ändern. Insofern kann es bei allen Planungen nur darum gehen, unnötige Wartezeiten für alle anderen Autofahrer, die nicht in Richtung Neubaugebiet abbiegen wollen, auf ein Mindestmaß zu beschränken.