Mit der Sanierung auch der privaten Regen- und Schmutzwasserkanäle hat die Stadt Geldern den Grundstückseigentümern das Heft aus der Hand genommen und stellt sie vor vollendete Tatsachen.
Einige Tausend Euro wird kaum ein Hausbesitzer mal eben aus der Portokasse bezahlen, manch einer hätte vielleicht bis zum Ablauf der Frist 2015 mit der Sanierung gewartet. Sicherlich ist die Haltung der Stadt verständlich: Die Bauarbeiten sind sowieso in vollem Gange, die Straße ist sowieso gesperrt, und die Sanierung wäre später viel teurer geworden. Ob die betroffenen Eigentümer die Argumente nachvollziehen können, wenn sie, wahrscheinlich im September, eine saftige Rechnung präsentiert bekommen?
Hier finden sie einige Infos und News rund um die Gemeinde Kerken und dessen Umgebung.
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Dienstag, 12. Juli 2011
Samstag, 9. Juli 2011
Kerken: Platz nimmt Konturen an
Der Dionysiusplatz in Nieukerk verändert sich: Momentan läuft der dritte Bauabschnitt, der bis Oktober abgeschlossen sein soll. Bürgermeister Dirk Möcking ist mit dem Fortgang der Arbeiten bisher zufrieden.
Die Baumaßnahmen am Dionysiusplatz im Herzen Nieukerks sind im vollen Gange. Seit April läuft der dritte und letzte Bauabschnitt. Bürgermeister Dirk Möcking erklärt den aktuellen Stand der Bauarbeiten.
Die ersten Pflasterarbeiten seien fast fertig. "In etwa ein bis zwei Wochen können die Bürger auch wieder vor dem Rathaus parken", sagt Möcking. Auch die Kanalarbeiten seien fast abgeschlossen. Die nächste Bauphase beginne dann in einigen Wochen. Dann wird der restliche Abschnitt in Richtung Krefelder Straße saniert und umgestaltet. Schächte für Kanalarbeiten würden dann gesetzt werden. Außerdem werde auch in diesem Abschnitt die Oberfläche komplett erneuert.
Kastanie gefällt
Zwei Bäume seien schon gefällt worden. "Ein Baum wurde planmäßig entfernt. Ein anderer, eine alte Kastanie, musste ebenfalls gefällt werden. Ein Gutachter fand heraus, dass dieser Baum nicht mehr zu retten sei", erklärt der Bürgermeister. Nach Beendigung der gesamten Baumaßnahmen im Oktober würden aber Ersatzpflanzungen stattfinden. "Es sollen größere Bäume gepflanzt werden, die nicht noch Jahre brauchen, um zu wachsen", sagt Möcking.
Auch die lokalen Geschäfte am Dionysiusplatz wurden in die Planungen einbezogen. So wurde der Eingang zur Metzgerei Janssen in Absprache mit der Gemeinde behindertengerecht umgestaltet.
Die Parkmöglichkeiten für die Nieukerker waren in den vergangenen Wochen eingeschränkt, aber Möcking versichert: "Im Umfeld gibt es ausreichend Parkplätze. In der Dennemarkstraße gibt es fünf. Und auch der große Parkplatz am Hotel Schwanenmarkt kann genutzt werden." Hinzu kämen Parkmöglichkeiten in der Krefelder Straße und in der Friedensstraße.
Die Kosten der dritten Bauphase belaufen sich auf etwa 160 000 Euro. Mit 30 Prozent wird die Bauphase von der Bezirksregierung innerhalb des Projektes "Dorferneuerung" gefördert. Anders als bei den beiden vorherigen Bauabschnitten beteiligt sich die Kirchengemeinde diesmal nicht an der Finanzierung. "Wir haben eine faire Vereinbarung getroffen. Die Flächen, die jetzt umgestaltet werden sollen, werden hauptsächlich öffentlich genutzt, wie beispielsweise Parkplätze. Das ist dann natürlich Sache der Kommune."
Kosten werden eingehalten
Die geplanten Kosten könnten mit Sicherheit eingehalten werden. "Vielleicht können wir auch noch einiges einsparen. Das ist jetzt aber noch nicht absehbar. Wir liegen aber voll im Budget." Und auch der Zeitplan könne eingehalten werden. Zwar habe die ausführende Firma etwas später als geplant angefangen, aber den Rückstand habe sie schnell aufholen können.
Insgesamt zeigt sich Möcking zufrieden mit den bisherigen Arbeiten. "Wir arbeiten eng mit der ausführenden Firma zusammen. Zwei sachkundige Mitarbeiter stehen regelmäßig in Kontakt mit der Firma. Das ist eine gute Zusammenarbeit."
Geldern: Hartstraße ist zu eng zum Wenden
Auf der Hartstraße ist der Platz knapp: In Höhe der Gasse "An het wette Kloster" ist während der Bauarbeiten zwar eine Wendemöglichkeit vorgesehen.
Diese war in den vergangenen Tagen allerdings immer wieder durch Baufahrzeuge und -materialien so zugestellt, dass das Wenden nur unter größten Mühen möglich war. Seit Anfang der Woche ist die Hartstraße gesperrt, weil das Pflaster sowie Strom, Gas- und Wasserleitungen saniert werden.
Auf Wunsch der Geschäftsleute bleibt der nördliche Teil der Straße befahrbar – in beide Richtungen. "Leider ist eine komfortable Lösung nicht möglich", entschuldigt sich Stadtsprecher Herbert van Stephoudt. Er appelliert an die Vernunft der Autofahrer: "Am besten ist es, auf eine der vielen Parkmöglichkeiten im Stadtgebiet ausweichen." Die Baustelle dauert bis zum 11. September.
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