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Samstag, 28. Januar 2012

Geldern: Angeklagter schlug meist alkoholisiert zu

Ein 26 Jahre alter Asylbewerber aus Sierra Leone, der zuletzt in Geldern lebte, muss sich derzeit unter anderem wegen Körperverletzung vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Kleve verantworten.
19 Zeugen sollten Mittwoch, am zweiten Prozesstag, klären, welches Ausmaß die gewalttätigen Übergriffe hatten. Zu Wort kamen Frauen und Männer, junge und alte Menschen, Polizeibeamte. Was sie aussagten, ließ das Bild eines unkontrolliert aggressiven Randalierers entstehen, der allerdings selbst unter seinen Ausbrüchen litt.

Quelle : rp-online.de

Freitag, 11. März 2011

Kreis Kleve : Bilanz der Karnevalsumzüge

Einen insgesamt weitgehend störungsfreien Verlauf nahmen die zahlreichen Karnevalsumzüge und Karnevalsveranstaltungen im Kreis Kleve in diesem Jahr. 

Allerdings stellten die Kontrollkräfte zahlreiche hochprozentige Alkoholgebinde zum Schutz der Jugendlichen sicher.
In vielen Fällen wurden zudem vorsorglich Platzverweise und vorübergehende Ingewahrsamnahmen durch die Beamtinnen und Beamten angeordnet, um ernsthafte Störungen im Vorfeld zu verhindern.

In Kleve kam während des Rosenmontagsumzuges zu drei leichteren Körperverletzungen. In einem Fall leistete dabei ein 23-jähriger alkoholisierter Klever, der nach einer Streitigkeit überprüft werden sollte, Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. In allen Fällen legten die Beamten eine Strafanzeige vor.
In sieben Fällen nahmen die Polizeibeamtinnen und -beamten angetrunkene Randalierer zur Verhinderung von Straftaten vorübergehend in Gewahrsam.
Im Rahmen der sehr umfangreichen Jugendschutzkontrollen wurden zahlreiche Jugendliche überprüft. In insgesamt 367 Fällen stellten die Kontrollkräfte dabei in diesem Jahr hochprozentige Gebinde sicher. Drei Jugendliche wurden durch das DRK versorgt, da sie sich aufgrund ihres Alkoholkonsums in einem hilflosen Zustand befanden.

Im Rahmen des Karnevalsumzuges am Samstag in Geldern-Veert sprachen die Beamten in 22 Fällen zur Verhinderung von Straftaten Platzverweise gegen alkoholisierte Zugteilnehmer aus. Sie stellten 50 Alkoholgebinde bei Jugendlichen im Rahmen der Jugendschutzkontrollen sicher. Außerdem wurde ein alkoholisierter Rollerfahrer im Rahmen einer Kontrolle angehalten. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an und leiteten ein Strafverfahren ein. Ein 20-jähriger alkoholisierter Mann aus Geldern, der die Beamten bei einer Überprüfung erheblich gestört hatte, kam einem Platzverweis nicht nach. Nachdem die Beamten den Mann in Gewahrsam nehmen wollten, wehrte er sich und trat nach den Beamten. Auf den 20-Jährigen wartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Weitgehend störungsfrei verlief der Karnevalsumzug in Bedburg Hau. Am Rande des Zuges am Tulpensonntag wurde allerdings ein alkoholisierter junger Fahrer von den Beamten angehalten. Auf den Mann wartet nun ein Fahrverbot.

Geldern, Twisteden, Kerken
Keinerlei besondere Störungen ergaben sich auch auf den Zügen in Geldern, Twisteden und Kerken. In 8 Fällen wurden vorsorglich Platzverweise in Twisteden und in 17 Fällen in Kerken durch die Beamten ausgesprochen. Es wurden 3 stärker alkoholisierte Zugteilnehmer in Twisteden zur Verhinderung Straftaten vorübergehend ins Polizeigewahrsam genommen. Mit Ausnahme von je einer Anzeige wegen Körperverletzung waren jedoch keine nennenswerten Vorfälle zu verzeichnen. Vorsorglich waren auch hier zahlreiche Ordnungskräfte im Einsatz, die im Rahmen der Jugendschutzkontrollen insgesamt 47 Alkoholgebinde bei Jugendlichen sicherstellten. In Geldern wurden 50 Alkoholgebinde sichergestellt. Es wurden durch die Beamten 2 Platzverweise ausgesprochen und 2 alkoholisierte Teilnehmer vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Bei den Umzügen in Goch und Kevelaer sprachen die Beamtinnen und Beamten vorsorglich 35 (in Goch) bzw. 25 (in Kevelaer) Platzverweise zur Verhinderung von Straftaten aus und nahmen in 9 Fällen (Goch) sowie in 25 Fällen (Kevelaer) alkoholisierte Zugteilnehmer vorübergehend in Gewahrsam. In Goch wurden in diesem Rahmen bei zwei dieser Einsätze Polizeibeamte von Alkoholisierten angegangen. Zum Glück wurde kein Beamter verletzt. Die Störer wurde allesamt festgestellt. Auf die Randalierer wartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

In Kevelaer kam es zu zwei leichteren Körperverletzungen. Auch hier stellten die Kontrollkräfte von Polizei und Ordnungsamt 35 Alkoholgebinde mit hochprozentigem Inhalt bei jugendlichen Zugteilnehmern sicher. In 13 Fällen wurden vorsorglich alkoholisierte Randalierer in Gewahrsam genommen. Leider wurde ein Polizeibeamter bei dem Versuch, einen Randalierer zur Wache zu transportieren am Knie verletzt. Ein 19-jähriger Kevelaerer, der zuvor wohl randaliert hatte und deshalb in Gewahrsam genommen wurde, versuchte die Beamten mit Tritten davon abzuhalten, ihn mit zur Wache zu nehmen. Gegen den 19-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.


Keine besonderen Vorkommnisse waren dagegen bei den Umzügen in Emmerich, Rees, Haffen, Weeze, Rheurdt, Elten, Keppeln, Sevelen, Winnekendonk, sowie in Kranenburg zu vermelden.

Wie in den Vorjahren stellten die Kontrollkräfte von Polizei und Ordnungsamt, im Rahmen der Jugendschutzkontrollen in Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden auf fast allen Zügen zahlreiche Gebinde mit hochprozentigem Inhalt zum Schutz der Jugendlichen sicher.

Gemessen an dem Umfang der Züge und den großen Teilnehmerzahlen mit vielen tausend Karnevalisten kreisweit verliefen den Züge jedoch insgesamt weitestgehend störungsfrei und in friedlichem Rahmen.

Donnerstag, 10. März 2011

Geldern: Amtsgericht gibt 20-Jährigem letzte Chance

Zu einem Jahr und sechs Monaten Jugendarrest wurde ein 20-jähriger Straelener gestern vor dem Amtsgericht verurteilt. Er hatte im Oktober 2010 mit seinem jüngeren Bruder und einem Freund einen jungen Mann in Straelen angegriffen und mehrfach geschlagen. Erst sechs Wochen zuvor, im August des vergangenen Jahres, hatte der 20-Jährige zuletzt vor Gericht gestanden, ebenfalls wegen Körperverletzung. Damals bekam er eine Bewährungsstrafe – und damit die letzte Chance, wie Richterin Angelika Eichholz fand. Ein weiteres Mal war der junge Mann im November 2010 aufgefallen – damals griff er mit einem Freund einen Passanten in Geldern an und schlug so hart zu, dass das Opfer beim Sturz mit dem Hinterkopf auf dem Pflaster aufkam und sich verletzte.
 
Zeugen haben beide Taten bestätigt. Dem Gericht blieb nur festzustellen, ob der ebenfalls angeklagte 17-jährige Bruder des Straeleners an der ersten Tat beteiligt war. Das Opfer, das vor dem Lokal Zum Tömpke in Straelen geschlagen wurde, hatte bei der Polizei ausgesagt, auch der jüngere Bruder habe ihn angegriffen. Es wurde aber nicht bewiesen, dass der 17-Jährige zugeschlagen hat. Das Opfer erschien trotz Ladung nicht zur Verhandlung.

Montag, 28. Februar 2011

Karnevalsumzüge: Karneval in Kapellen, Aldekerk und Wachtendonk

Geldern - 28.02.2011 - 12:09 - Am Sonntag (27. Februar 2011) fanden trotz regnerischer Wetterlage die Karnevalsumzüge in Kapellen, Aldekerk und Wachtendonk statt. Besonders ruhig verlief es für die Polizei in Wachtendonk. Hier kam es am Sonntag lediglich zu einer Strafanzeige wegen einer Körperverletzung und zu vier Platzverweisen. Außerdem wurden zwei Alkoholgebinde sichergestellt und vor Ort vernichtet.
In Aldekerk gab es keine Strafanzeige, dafür allerdings drei Ingewahrsamnahmen, sieben Platzverweise und die Vernichtung von zwölf Alkoholgebinden, die von Jugendlichen unberechtigt mitgeführt wurden.
In Kapellen war bemerkenswert, dass einige Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17 bis 24 Jahren bereits stark angetrunken zum Karnevalsumzug erschienen. Diese mussten dann mit Beginn der Veranstaltung von den Sanitätern versorgt oder von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Insgesamt gab es in vier Fällen Strafanzeigen wegen einer Körperverletzung und zwölf Platzverweise. Zehn Alkoholgebinde wurden vernichtet und neun Personen mussten zur Verhütung weiterer Straftaten oder zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen werden. Die meisten hatten unter Alkoholeinfluss randaliert.

Sonntag, 20. Februar 2011

Geldern: Gefährliche Körperverletzung auf offener Straße

Ein 40-Jähriger Issumer hat am Donnerstagabend gegen 20.50 Uhr einen Mann und eine Frau angegriffen und gefährlich verletzt. Er konnte zwar festgenommen werden, die Polizei sucht aber nach Zeugen der Tat, an der mindestens zwei weitere Personen beteiligt waren. Die Opfer, ein 31-jähriger Mann, der ebenfalls in Issum lebt, sowie eine 29-jährige Geldernerin, gingen über die Vernumer Straße, als der 40-Jährige plötzlich mit weiteren Personen auf sie zu kam.
Der Täter schlug dem 31-Jährigen mit einem Messer auf den Kopf. Das Opfer erlitt eine Kopfwunde. Danach schlug der Angreifer der 29-Jährigen Frau mit einer Eisenstange auf den Rücken. Die alarmierten Polizeibeamten trafen den Täter später in seiner Wohnung alkoholisiert an und nahmen ihn fest. Sie fanden dort auch das Tatmesser. Der Angreifer hat bisher nichts zu seinem Motiv gesagt. Hinweise an die Polizei unter Tel. 02831 1250.